Zwölf Paladine

Arthurian Legends

Die Zwölf Paladine waren Karls des Großen Elite-Ritter oder Paladine — die corps d’élite. Die Zwölf Paladine waren gewissermaßen Artus’ Rittern der Tafelrunde vergleichbar.

Allen Erzählungen zufolge war Roland der Anführer der Zwölf Paladine. Roland war Karls bester Paladin sowie der Neffe des Königs.

Jeder Paladin war ein furchteinflößender Krieger. Und jeder Paladin hatte einen Gefährten, der an seiner Seite kämpfte. Roland hatte Oliver als seinen Gefährten. In der Schlacht kämpften sie also paarweise. Es ging weniger darum, den Rücken des anderen zu decken, als darum, so viele Feinde wie möglich zu töten und mit der Tapferkeit des eigenen Gefährten zu wetteifern. Für einen Ritter oder Paladin waren Mut und Ruhm von höchster Bedeutung.

Die Zwölf Paladine befehligten Karls erste Division im Heer. Sie waren die Elite-Truppen und die Vorhut, die jedem Angriff einer Schlacht die Spitze bilden sollte. Diese Division zählte zwanzigtausend Mann.

In der Chanson de Roland wurde die Division der Zwölf Paladine jedoch durch den verräterischen Rat von Rolands Stiefvater Ganelon dazu bestimmt, die Nachhut von Karls Heer bei Rencesvals (dem heutigen Roncesvalles) zu bilden, und sie wurde von der zahlenmäßig überlegenen sarazenischen Armee vernichtet.

Im Folgenden sind nur die Zwölf Paladine aufgeführt, wie sie in der Chanson de Roland erscheinen. Die Namen in der Liste variierten von Epos zu Epos. Zum Beispiel wurden Erzbischof Turpin und Herzog Naimes in der Pilgerreise Karls des Großen als Mitglieder aufgeführt. Einige Epen nannten auch Ogier den Dänen in der Liste.

Es sei angemerkt, dass der Sarazene Marsile seine eigene Version der Zwölf Paladine ernannte, die hier jedoch nicht aufgeführt werden.

Erstellt:11. Januar 2006

Geändert:14. Mai 2024