Sinfjötli
Sinfjötli war der Sohn aus der inzestuösen Verbindung von Sigmund und seiner Schwester Signy. Sinfjötli war der Halbbruder von Sigurd, Helgi und Hamund.
Sinfjötli wurde geboren, weil Signy, heimlich als junge Hexe verkleidet, ihren Bruder besuchte und mit ihm schlief. Signy schenkte ihrem Bruder einen Sohn, der ihnen helfen würde, den Tod ihres Vaters und ihrer Brüder zu rächen. Sigmund und Sinfjötli wussten nicht, dass sie Vater und Sohn waren, bis Signy starb. Sinfjötli half Sigmund bei seiner Rache und tötete Siggeir und seine Gefolgsleute.
Er folgte seinem Vater nach Hunland, als Sigmund König wurde. Sein Vater heiratete Borghild und hatte zwei Söhne, Helgi und Hamund. Obwohl Sinfjötli Helgi in mehreren Kriegen half, hasste seine Stiefmutter ihn weiterhin. Sinfjötli war sich ihres Hasses bewusst. Sie überlistete ihren Mann dazu, zwei Becher vergifteten Weins zu trinken, die für Sinfjötli bestimmt waren. Der dritte Becher enthielt Gift. Sigmund, der dachte, der dritte Becher sei unbedenklich, sagte seinem Sohn, er solle ihn trinken. Sinfjötli trank den vergifteten Wein und starb.
Sigmund nahm den Leichnam seines Sohnes zu den Fjorden, wo er einem Fährmann (Odin) begegnete. Der Fährmann bot ihnen die Überfahrt über die Fjorde an, konnte aber nur eine Person auf einmal befördern. Mitten auf den Fjorden verschwanden das Boot und Sinfjötlis Leichnam vor Sigmunds Augen. Sigmund kehrte daraufhin nach Hause zurück und verbannte Borghild wegen des Mordes an seinem Sohn. Sigmund sollte erneut heiraten.