Borghild

Norse

Eine Zauberin, die besonders im Umgang mit Gift bewandert war. Borghild war die erste Gemahlin des Helden Sigmund, König von Hunland. Sie war die Mutter zweier Söhne, Helgi und Hamund.

Obwohl ihr Stiefsohn Sinfjotli, der Sohn Sigmunds und von Sigmunds Schwester Signy, ihrem eigenen Sohn geholfen hatte, den Krieg gegen die Hundinge zu gewinnen, war sie eifersüchtig, weil Sinfjotli der Erstgeborene war. Sie war entschlossen, ihren Stiefsohn zu töten.

Sie versuchte, Sinfjotli zu vergiften. Borghild reichte ihrem Stiefsohn vergifteten Wein, doch Sinfjotli erkannte ihn als Gift. Sigmund nahm den Weinpokal seines Sohnes und trank das Gift selbst. So widerstandsfähig war Sigmunds Konstitution, dass er gegen alle Gifte immun war. Den zweiten Pokal, den sie ihrem Stiefsohn reichte, füllte sie ebenfalls mit Gift, und Sigmund trank auch diesen.

Beim zweiten Pokal war Sigmund bereits recht betrunken und sagte seinem Sohn, er solle den dritten Pokal trinken, den Borghild Sinfjotli gab, wenn er kein Feigling sei. In dem Moment, als der Wein Sinfjotlis Lippen berührte, starb er. Odin brachte Sinfjotlis Leichnam persönlich nach Walhall.

Sigmund vertrieb sie aus seinem Königreich für die Ermordung seines Sohnes. Borghild lebte nach ihrer Verbannung nicht mehr lange.

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Name

Borghild.

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Erstellt:28. September 2003

Geändert:9. August 2024