Alberich

Norse

Ein Zwerg der germanischen Mythologie, Alberich trat in dem Epos oder der Sage namens Nibelungenlied auf. Alberich diente zunächst als Schatzmeister Nibelungs I., dessen Name dem Land Nibelungenland gegeben wurde. Die Menschen, die in diesem Land lebten, wurden Nibelungen genannt. Die Obhut über den Schatz Nibelungs wurde Alberich als Hüter anvertraut.

Nach dem Tod Nibelungs diente Alberich dessen Söhnen – Schilbung und Nibelung II. Die Brüder herrschten als Könige über Nibelungenland. Auf der Suche nach Abenteuern in fremden Landen erschlug Siegfried die beiden Könige im Kampf.

Alberich besaß die Tarnkappe, einen Mantel, der seinen Träger unsichtbar machte. Alberich nutzte den magischen Mantel zur Verteidigung des Nibelungenschatzes. Alberich verlor den magischen Mantel an Siegfried. Mit dem Gewinn des Königreichs und des Schatzes wurde Siegfried der neue Herrscher oder König von Nibelungenland.

Nach dem Tod Siegfrieds, der von Hagen ermordet wurde, erkannte Alberich, dass der Schatz rechtmäßig Siegfrieds Witwe Kriemhild gehörte. Ohne den magischen Mantel (Tarnkappe) konnte Alberich den enormousen Reichtum nicht ordnungsgemäß vor Eindringlingen schützen, daher hielt der Zwerg es für das Beste, den Schatz Siegfrieds Witwe zu übergeben.

Jedoch nicht lange, nachdem Kriemhild den Schatz erhalten hatte, stahl Hagen ihr den Schatz und versenkte ihn im Rhein. Kriemhild versuchte, Siegfrieds Schatz durch die Heirat mit einem mächtigen König, König Etzel, zurückzugewinnen. Doch der Schatz war für immer verloren, als Kriemhild Hagen ermordete.

Es sei angemerkt, dass die Burgunden nach Kriemhilds Heirat mit Etzel von den Nibelungen nicht mehr zu unterscheiden waren.

Verwandte Informationen

Name

Alberich, Albric.

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Erstellt:17. August 2002

Geändert:9. Mai 2024