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Aschillus, König von Dänemark

Von Caleb Howells

Aschillus ist einer der Verbündeten König Artus’ in den Artuslegenden. Zwar handelt es sich um eine eher Nebenfigur, doch deuten die Aufzeichnungen über ihn auf die faszinierende Schlussfolgerung hin, dass er höchstwahrscheinlich mit Bran dem Gesegneten identisch war, einem bedeutenden König im Mabinogion. In diesem Artikel untersuchen wir, was über diese Artusgestalt bekannt ist und wie sie in anderen Quellen erscheint.

Folio aus dem Brut Tysilio, Jesus College MS 28, das Achel (Aschillus), den König von Dänemark, in der fünften und sechsten Zeile zeigt
Folio aus dem Brut Tysilio, Jesus College MS 28, das Achel (Aschillus), den König von Dänemark, in der fünften und sechsten Zeile zeigt

Wer war Aschillus, König von Dänemark?

Aschillus ist eine Figur der Artuslegenden, die als einer der Verbündeten König Artus’ in Geoffreys von Monmouth Historia Regum Britanniae erscheint, entstanden um 1137. Er wird als König von Dänemark dargestellt.

Nach einigen Versionen der Legende ernennt Artus den Aschillus nach der Eroberung zum König von Dänemark. Nachdem er an Artus’ besonderer Krönung teilgenommen hat, wird Aschillus als Anführer einer der Abteilungen von Artus’ Männern im Krieg gegen die Römer auf dem Festland dargestellt.

Schließlich wird Aschillus als einer derjenigen genannt, die in der Schlacht von Camlann fielen, dem Höhepunkt des Bürgerkriegs zwischen Artus und Mordred.

Im Allgemeinen schenken die Verfasser der mittelalterlichen Artusliteratur dem Aschillus keine große Aufmerksamkeit. Es gibt jedoch Hinweise darauf, dass er mit einer wichtigen Gestalt der walisischen Überlieferung identifiziert werden kann – einer Gestalt, die als Bran der Gesegnete bekannt ist.

Viele Quellen bezeichnen Aschillus als König von Dazien, da dies die Bezeichnung ist, die Geoffrey selbst verwendet. Der Ortsname „Dazien“ ist heute jedoch vor allem als Bezeichnung für eine Region am Schwarzen Meer bekannt. Aus dem Kontext ergibt sich eindeutig, dass dies nicht gemeint sein kann. Der Ortsname „Dazien“ war ein mittelalterlicher Ausdruck für Dänemark, und aus Geoffreys Erzählung geht klar hervor, dass er dies beschrieb (die Erzählung stellt beispielsweise eine Verbindung zwischen Dazien und Norwegen her).

Name

Der Name Aschillus’ nimmt in den Aufzeichnungen zahlreiche unterschiedliche Formen an. Beispiele sind:

Aschillius

Aschil

Eschyllus

Acil

Aschis

Askil

Echil

Viele weitere geringfügige Abweichungen dieser Art sind ebenfalls belegt. In walisischen Texten ist die übliche Form „Echel“ oder „Achel“.

Aschillus in den Artuslegenden

Obwohl er in den Legenden keine große Bedeutung erhält, gibt es einige recht unterschiedliche Aufzeichnungen, die Aschillus erwähnen. Wie wir bereits sahen, ist die erste davon Geoffreys von Monmouth Historia Regum Britanniae.

Die Unterwerfung Dänemarks

Aschillus erscheint in Geoffreys Bericht über Artus’ Unterwerfung Dänemarks eigentlich nicht. Dennoch schließen spätere Versionen der Artuserzählungen Aschillus ausdrücklich in diesen Bericht ein.

Nach Geoffreys von Monmouth Darstellung besiegte König Artus die Angelsachsen in der Schlacht von Badon und nutzte den daraus folgenden Frieden, um seine Herrschaft so weit wie möglich auszudehnen. Er unterwarf Irland und die Gebiete im Norden. Nachdem er seine Herrschaft über im Wesentlichen alle Britischen Inseln gefestigt hatte, beschloss er, Europa zu erobern.

Artus soll zunächst Norwegen ins Auge gefasst haben. Der Grund dafür ist, dass Lot von Lothian, Artus’ Schwager, der Neffe Sichelins, des Königs von Norwegen, war. Dieser König war gestorben, wodurch Lot König hätte werden können. Er war jedoch von einem gewissen Riculf vertrieben worden.

Um seinem Schwager zu helfen, griff Artus Norwegen an und unterwarf es zusammen mit Dazien (das heißt Dänemark). Geoffrey berichtet dann, dass Artus Lot als König von Norwegen einsetzte, erwähnt jedoch nicht ausdrücklich, was mit Dazien geschah.

Waces Roman de Brut

Um 1155 verfasste der Schriftsteller Wace seine eigene Version der Artussage, die stark auf Geoffreys Bericht beruht. Sie trägt den Titel Roman de Brut. Obwohl er Geoffreys Darstellung eng folgt, fügte Wace der Legende viele neue Elemente hinzu. Zur Eroberung Dänemarks durch Artus schrieb Wace:

„Acil, der dänische König, betrachtete die Briten und das Volk aus Norwegen. Er betrachtete Artus, der über so viele Könige gesiegt hatte. Acil wusste und war überzeugt, dass Artus mächtiger war als er. Er hatte nicht die Absicht, selbst Schaden zu erleiden oder zu sehen, wie sein ansehnliches Erbe in einem nutzlosen Streit verwüstet wurde. Was nützte es, Reichtum und Ehre gleichermaßen zu verschwenden, erschlagene Freunde und zerstörte Türme zu sehen? Acil handelte klug und schnell. Er suchte den Frieden und erreichte ihn. Er gab kostbare Geschenke und machte Versprechungen, die noch größer waren; bis durch seine Worte, seine Bitten und Flehen Eintracht zwischen Artus und dem König gestiftet wurde.”

Nach dieser Version erkannte Aschillus, dass Artus ein mächtiger König war, und wollte eine direkte Auseinandersetzung mit ihm vermeiden. Daher suchte er willig und bereitwillig Frieden mit Artus.

Wace erklärt im Weiteren, dass Aschillus Artus’ Verbündeter wurde und weiterhin über Dänemark herrschen durfte.

Geoffrey Gaimars L’Estoire des Engleis

Vor Wace, sehr kurz nach Entstehung der Historia Regum Britanniae, schrieb Geoffrey Gaimar die L’Estoire des Engleis. Merkwürdigerweise weicht diese Version von Artus’ Eroberung Dänemarks erheblich von den Versionen Geoffreys von Monmouth und Waces ab.

Nach Geoffrey Gaimar war Aschillus der Bruder von Gunter und Odulf. Ursprünglich war Gunter König von Dänemark und unterstand Artus. Allerdings stellte er die Tributzahlungen an Artus ein. Aschillus’ anderer Bruder, Odulf, meldete dies Artus, woraufhin Artus Gunter angriff und Odulf an dessen Stelle einsetzte.

Seltsamerweise erscheint Aschillus selbst in dieser Version nicht als König von Dänemark. Er ist lediglich der Bruder der beiden Personen, die Geoffrey Gaimar als dänische Könige darstellt. Woher diese seltsame Abweichung stammt, ist unbekannt.

Bemerkenswert ist jedoch, dass „Odulf“ dem „Riculf“ ähnelt, den Geoffrey von Monmouth erwähnt und dessen Name von Wace „Ridulph“ geschrieben wird. Man könnte vermuten, dass Geoffrey Gaimars Odulf aus einem Missverständnis von Riculfs Rolle in der früheren Version dieser Legende hervorgegangen ist.

Teilnahme an Artus’ besonderer Krönung

Nach Abschluss seiner europäischen Eroberungen beschloss Artus, in Caerleon-upon-Usk im Südosten von Wales, das als Artus’ Hauptstadt angedeutet wird, eine besondere Krönung abzuhalten. Zahlreiche Verbündete aus ganz Britannien und sogar aus noch weiter entfernten Gebieten nahmen an diesem Ereignis teil. Nachdem Geoffrey die Teilnehmer aus Britannien selbst aufgezählt hat, schreibt er:

„Aus den benachbarten Inseln kamen Guillamurius, König von Irland; Malvasius, König von Island; Doldavius, König von Gotland; Gunfasius, König der Orkneys; Lot, König von Norwegen; Aschillius, König der Dacier.”

Danach war Aschillus einer derjenigen, die an Artus’ besonderer Krönung teilnahmen. Dass er unmittelbar nach Lot genannt wird, dürfte kaum ein Zufall sein, da er auch später in Geoffreys Bericht in Verbindung mit Lot erscheint, wie wir nun sehen werden.

Eine Illustration König Artus' und seiner Ritter an der Tafelrunde, aus BNF 112, illuminierte Handschrift des Prosa-Lancelot, Evrard d'Espinques, 1470
Eine Illustration König Artus' und seiner Ritter an der Tafelrunde, aus BNF 112, illuminierte Handschrift des Prosa-Lancelot, Evrard d'Espinques, 1470

Aschillus in König Artus’ Europakrieg

Nach seiner besonderen Krönung erhielt Artus einen Brief der Römer, der ihn für die Eroberung von Gebieten in Europa, darunter Gallien, verurteilte. Infolgedessen beschloss Artus, direkt Krieg gegen die Römer zu führen.

An dieser Stelle beschreibt Geoffrey, wie die Königreiche innerhalb von Artus’ Reich Truppen zu der Armee beisteuerten, die nach Gallien übersetzen sollte. Nachdem er die Truppen erwähnt hat, welche die Königreiche Britanniens selbst beisteuerten, stellt Geoffrey fest:

„Von den sechs Provinzinseln, nämlich Irland, Island, Gotland, die Orkneys, Norwegen und Dazien, wurden hundertzwanzigtausend veranschlagt.“

Obwohl Aschillus hier nicht ausdrücklich erwähnt wird, zeigt dies, dass er zu Artus’ großer Armee beigetragen haben soll, die dieser nach Europa führte. Tatsächlich zeigt Geoffreys Bericht im Weiteren, dass Aschillus selbst mit Artus mitzog.

In seiner Beschreibung der Abteilungen von Artus’ Armee schreibt Geoffrey:

„Über einen dritten [Teil] herrschten Aschillius, König der Dacier, und Lot, König der Norweger.“

Danach führten Aschillus und Lot gemeinsam einen Teil von König Artus’ Armee. Es war die dritte von insgesamt neun Abteilungen. Dass Aschillus und Lot diese Abteilung gemeinsam anführten, legt nahe, dass sie generell eng miteinander verbunden gewesen sein könnten, was auch damit übereinstimmt, dass Geoffrey sie in seiner Liste von Artus’ Verbündeten nebeneinander platzierte, wie wir zuvor gesehen haben.

Danach tritt Aschillus in Geoffreys Bericht über Artus’ Europakrieg nicht mehr prominent in Erscheinung; er wird nur noch als Ziel eines Angriffs des Königs der Parther erwähnt.

Tod

Aschillus’ letzter Auftritt findet in Geoffreys von Monmouth Bericht über Artus’ letzte Schlacht statt. Dies war die Schlacht von Camlann, die Artus gegen Mordred führte, seinen verräterischen Neffen, der ihn als Hochkönig entmachten wollte.

Zahlreiche Verbündete Artus’ fielen in dieser Schlacht. In Geoffreys Liste der Gefallenen schreibt er:

„Auf Artus’ Seite fielen Olbrict, König von Norwegen; Aschillius, König von Dazien.“

Damit endete Aschillus’ Laufbahn. Er fiel in der Schlacht von Camlann durch die Hände von Mordreds Rebellenstreitmächten.

Das wahre Herrschaftsgebiet des Aschillus, König von Dänemark

Obwohl Geoffrey und verschiedene spätere Quellen ihn als König von Dazien bzw. Dänemark bezeichnen, gibt es sehr gute Gründe für die Annahme, dass es sich dabei um einen Fehler handelt. Schließlich ist die Vorstellung, dass König Artus oder irgendein historischer Herrscher aus dem Britannien des sechsten Jahrhunderts tatsächlich diplomatische Beziehungen zu den Königen Dänemarks unterhielt, bis hin zu einer Invasion und Unterwerfung dieses Landes, offensichtlich unhistorisch.

Sofern dies nicht reine Fiktion ist, ist es daher sehr wahrscheinlich, dass Aschillus in Wirklichkeit über ein Gebiet herrschte, dessen Name in Geoffreys Bericht irgendwie durch Dazien ersetzt wurde.

Sein wahres Herrschaftsgebiet wird, zumindest ungefähr, recht deutlich, wenn man die umgebenden Kontextbelege betrachtet. Als Artus beispielsweise Dänemark überhaupt unterwarf, geschah dies im Zusammenhang mit der Wiedereinsetzung Lots auf den Thron Norwegens.

Lot war jedoch in Wirklichkeit kein historischer König von Norwegen. Dennoch war er mit ziemlicher Sicherheit eine historische Figur, die in anderen Aufzeichnungen als Llew und Lleudonus erscheint. Wir wissen genau, wer er war und wo sein Herrschaftsgebiet tatsächlich lag. Er war der König von Lothian, das im Südosten Schottlands lag.

Folglich liegt die Vermutung nahe, dass das „Norwegen“ dieses Berichts in Wirklichkeit Lothian ist oder möglicherweise ein angrenzendes Gebiet, über das Lot ebenfalls herrschte.

Da die Unterwerfung Dänemarks in ebendiesem Zusammenhang erscheint und Aschillus und Lot wiederholt miteinander verbunden werden, würde Aschillus’ wahres Herrschaftsgebiet logischerweise ebenfalls in dieser Gegend gelegen haben. Vermutlich lag es im Süden Schottlands oder möglicherweise im Norden Englands.

Wie Schottland mit Skandinavien verwechselt wurde

Gibt es eine plausible Erklärung dafür, wie Gebiete in Schottland mit Gebieten in Skandinavien verwechselt werden konnten? Tatsächlich gibt es eine sehr einleuchtende Erklärung. Sie zeigt sich teilweise beim Blick auf die Wortwahl im Brut Tysilio, einer walisischen Version von Geoffreys Erzählung.

„Und dann rüstete Arthyr eine Flotte aus, um nach Llychlyn zu fahren, weil Assychlym, der König von Prydarn, gestorben war und die Königswürde Llew, dem Sohn Kynvarchs, seinem Neffen, übertragen hatte… Und dort lebte Gwalchmai, der Sohn Llews, des Sohnes Kynvarchs.”

Drei Dinge sind hier wichtig. Erstens wird der König, dem Llew (Lot) nachfolgt, „Assychlym, der König von Prydarn“ genannt. Er soll Llew die Königswürde übertragen haben, was bedeutet, dass Llews Königreich, in Geoffreys Bericht „Norwegen“, Prydarn ist.

Dieses Wort ist offensichtlich eine Falschschreibung von „Prydyn“, dem üblichen walisischen Wort für Schottland. Dies bestätigt, dass Geoffreys „Norwegen“ in Wirklichkeit in Schottland liegt.

Das zweite bemerkenswerte Detail dieser Passage im Brut Tysilio ist die Tatsache, dass Gwalchmai dort gelebt haben soll. Da Gwalchmai ap Llew eine wohlbekannte nordische (nordbritische) Gestalt ist, stützt dies die Schlussfolgerung, dass diese Eroberung tatsächlich Gebiete im heutigen Schottland und nicht in Skandinavien betraf.

Die Bedeutung von Llychlyn

Das wichtigste Detail ist jedoch die Tatsache, dass das Gebiet, in das Artus zieht, auch einen anderen Namen erhält: Llychlyn. Warum ist das so bemerkenswert? Der Grund ist, dass dieser Ortsname in mittelalterlichen Aufzeichnungen – nicht nur in walisischen – zahlreich belegt ist und seine Verwendung sehr klar ist.

Es ist bekannt, dass „Llychlyn“ eine Bezeichnung für Schottland war, aber auch der Name für Skandinavien. Daher konnte jede Aufzeichnung, die Schottland mit diesem Namen bezeichnete, leicht mit skandinavischen Gebieten verwechselt werden.

Dies ist offenkundig die einfache Erklärung dafür, wie Aschillus, der eindeutig ein König Schottlands war, fälschlich als König von Dänemark identifiziert wurde.

Aschillus in der walisischen Überlieferung

Wie bereits erwähnt, wird Aschillus’ Name in den walisischen Versionen von Geoffreys von Monmouth Bericht, etwa im Brut Tysilio, „Echel“ und „Achel“ geschrieben. Dies ist überaus bedeutsam, denn es ermöglicht uns herauszufinden, wer er nach anderen walisischen Aufzeichnungen in Wirklichkeit gewesen sein könnte.

Culhwch und Olwen, Folio 201v, mit Echel Forddwyd-Twll in der mittleren Zeile
Culhwch und Olwen, Folio 201v, mit Echel Forddwyd-Twll in der mittleren Zeile

Der Name „Achel“ ist gänzlich unbekannt, während der Name „Echel“ äußerst selten ist. Tatsächlich scheint es in der gesamten walisischen Überlieferung nur eine einzige Person mit dem Namen „Echel“ zu geben, und diese war in jenen Aufzeichnungen geradezu ein Zeitgenosse Artus’.

Angesichts der extremen Seltenheit des Namens und der zeitlichen Übereinstimmung ist es sehr wahrscheinlich, dass wir Geoffreys Aschillus mit dem Echel identifizieren können, der in der walisischen Überlieferung erscheint. Wer war dieser Echel?

Was wir aus der walisischen Überlieferung über Echel wissen

Der vollständige Name dieser Figur lautet Echel Forddwyd-Twll. Dieser Beiname bedeutet „Mächtiger Schenkel“. Er erscheint in der walisischen Prosadichtung Culhwch and Olwen. Die erste Stelle, an der er erwähnt wird, ist eine sehr lange Liste aller Verbündeten Artus’. Nicht nur Echel selbst erscheint dort, sondern auch sein Sohn Gobrwy wird als einer der Männer genannt, auf die sich Artus im Notfall verlassen konnte.

Ein Teil dieser Geschichte handelt von der Jagd auf einen Ungeheuer-Eber, der die Iren angriff. Artus und seine Männer segelten nach Irland, um ihn zu fangen, doch dieser gelangte rasch nach Südwales und begann, dieses Land anzugreifen.

Artus und seine Männer verfolgten den Eber, Twrch Trwyth genannt, durch weite Teile Südwales. Schließlich lesen wir an einer Stelle:

„Von dort zog er weiter nach Llwch Ewin, und Artus holte ihn dort ein, und er stellte sich zum Kampf. Dort erschlug er Echel Forddwyd-twll und Garwyli, den Sohn des Gwyddawg Gwyr, und ebenso viele Männer und Hunde.”

Danach starb Echel durch die Hände des Twrch Trwyth in Südwales. Der Ort seines Todes war konkret Llwch Ewin. Diese Örtlichkeit wird mit dem heutigen Llyn Llech Owain identifiziert, das in der Nähe von Gorslas, knapp oberhalb der Halbinsel Gower, liegt.

Echels Tod

Wie wir gesehen haben, ist der Name „Echel“ äußerst selten, sodass die Vorstellung, es habe zwei Echels gegeben, die zur gleichen Zeit lebten und beide Verbündete Artus’ waren, äußerst unwahrscheinlich ist. Dennoch stimmt Echels Tod hier nicht mit dem Tod des Aschillus in Geoffreys von Monmouth Erzählung überein.

Die Ereignisse von Culhwch and Olwen spielen eindeutig lange vor der Schlacht von Camlann. Tatsächlich scheint diese Geschichte kurz nach der Schlacht von Badon angesiedelt zu sein. Dies erklärt, warum Osla, Artus’ sächsischer Gegner in der Schlacht von Badon, in dieser Erzählung in Artus’ Dienst steht. Da Osla während Culhwch and Olwen stirbt, muss die Schlacht von Badon offensichtlich früher stattgefunden haben.

Innerhalb von Geoffreys von Monmouth Erzählung wird Artus nur einmal als Anführer einer militärischen Streitmacht nach Irland dargestellt, und zwar tatsächlich nach der Schlacht von Badon. Daher ist die logischste Schlussfolgerung, dass die Geschichte von Culhwch and Olwen in jenen Teil von Geoffreys Erzählung eingeordnet werden kann, der Jahre vor der Schlacht von Camlann liegt, in die Geoffrey Aschillus’ Tod verlegt.

Gibt es eine Möglichkeit, diese zwei einander widersprechenden Traditionen in Einklang zu bringen? Nun, wenn wir an der Identifizierung von Aschillus mit Echel Fforddwyd-Twll festhalten, gibt es zwei naheliegende Möglichkeiten: Entweder liegt Culhwch and Olwen bezüglich Echels Tod falsch, oder Geoffrey liegt bezüglich Aschillus’ Tod falsch.

Hinweise darauf, dass Echel möglicherweise nicht in Llwch Ewin starb

Tatsächlich ließe sich gegen die Genauigkeit beider Aufzeichnungen ein Argument vorbringen. Zum Tod Echels in Llwch Ewin bemerkte der Gelehrte Peter Bartrum Folgendes:

„Die Verwendung seines Namens in der Geschichte könnte dazu gedacht gewesen sein, den Namen des Bachs Egel zu erklären, der in die Clydach mündet und offenbar auf dem Verlauf der Jagd durch Glamorgan lag.”

Wenn wir diesem Argument folgen, ist es offensichtlich, dass Culhwch and Olwen uns in Wirklichkeit nicht verrät, wann Echel starb. Seine Aufnahme in die Erzählung – oder zumindest sein Tod in der Geschichte – ist eine Fiktion zur Erklärung eines Ortsnamens.

Natürlich ist dies nur eine auf Spekulation beruhende Theorie. Sie muss nicht unbedingt richtig sein. Dennoch wirft sie einige Zweifel auf, ob dies als authentische Überlieferung darüber anzuerkennen ist, wann und wo Echel starb.

Hinweise darauf, dass Aschillus nicht wirklich in Camlann starb

Ebenso gibt es, was Aschillus betrifft, tatsächliche Gründe, Geoffreys Behauptung zu bezweifeln, dass dieser in der Schlacht von Camlann fiel. Der Hinweis, dass Geoffrey sich in diesem Punkt geirrt haben könnte, stammt aus dem Brut Tysilio, ebenjener Quelle, die anzeigt, dass Aschillus der Echel der walisischen Überlieferung war.

Zur Erinnerung: Geoffreys von Monmouth Zeile über Aschillus’ Tod in Camlann lautet wie folgt:

„Auf Artus’ Seite fielen Olbrict, König von Norwegen; Aschillius, König von Dazien; Cador Limenic.“

In der entsprechenden Zeile im Brut Tysilio finden wir jedoch einen sehr interessanten Unterschied:

„Und auf Arthyr’s Seite fielen Ebras, König von Llychlyn; und Choel, König von Dennmark; und Kattwr Lemennic.“

Während „Ebras“ und „Olbrict“ wohl nur unterschiedliche Schreibweisen desselben Namens sind und „Cador“ und „Kattwr“ eindeutig gleichbedeutend sind, ist bemerkenswert, dass dieser walisische Text anstelle von Geoffreys „Aschillus“ das völlig andere „Choel“ verwendet.

Dies ist nicht die walisische Entsprechung jenes Namens, da der Brut Tysilio an anderer Stelle durchgängig „Achel“ anstelle von Geoffreys „Aschillus“ verwendet, und zwar mehrfach konsequent, ebenso wie andere walisische Übersetzungen von Geoffreys Werk.

Es könnte sein, dass der Text einfach beschädigt ist und „Choel“ ein Fehler ist, der dadurch entstand, dass der erste Buchstabe von „Achel“ wegfiel und der Rest, „Chel“, zum vertrauteren „Choel“ erweitert wurde.

Dennoch macht die Tatsache, dass „Achel“ im übrigen Text durchgängig verwendet wird, dies unwahrscheinlich. Ein plausibleres Szenario ist, dass Geoffrey „Choel“ (oder welche ähnliche Schreibweise auch immer in seiner Vorlage stand) als alternative Schreibweise von „Achel“ missdeutete und diesem Charakter daher seine Form „Aschillus“ zuwies.

Dies wäre ein besonders leicht zu machender Fehler angesichts der Tatsache, dass dieser Choel als König von Dänemark bezeichnet wird.

Brut Tysilio, Jesus College MS 28, Seite 168, mit Coel (Choel), dem König von Dänemark, in der vierten Zeile
Brut Tysilio, Jesus College MS 28, Seite 168, mit Coel (Choel), dem König von Dänemark, in der vierten Zeile
Echels Sohn

Um die Gestalt des Echel – und damit des Aschillus – etwas besser zu verstehen, wollen wir kurz betrachten, was über seinen Sohn Gobrwy bekannt ist.

Er erscheint im Dream of Rhonabwy, einer walisischen Prosadichtung aus dem Artuskreis. In dieser Quelle wird Gobrwy als einer der vielen Ratgeber König Artus’ dargestellt.

Er erscheint auch in einer der Triaden, Triade 9, betitelt „Die drei Häuptlinge des Hofes von Artus“. Der erste Eintrag lautet:

„Gobrwy, Sohn des Echel Forddwyd-Twll.“

Dies zeigt, dass Echels Sohn offenbar eine angesehene Stellung am Hofe König Artus’ innehatte. Dies wiederum deutet darauf hin, dass auch Echel selbst wohl eine respektierte Gestalt war.

Bran der Gesegnete

Damit gelangen wir zu einer bedeutenden Schlussfolgerung hinsichtlich der Identität von Geoffreys Aschillus, dem König von Dänemark. Der Beiname „Forddwyd-Twll“ ist ebenso äußerst selten wie der Name „Echel“. Es scheint nur eine einzige andere Gestalt in der walisischen Überlieferung zu geben, die mit diesem Beinamen bekannt war.

Bei dieser Gestalt handelt es sich um Bran den Gesegneten. Er ist eine bedeutende Figur in den Vier Zweigen des Mabinogion, insbesondere im Zweiten Zweig. Dies ist die Erzählung mit dem Titel Branwen ferch Llyr. In dieser Erzählung wird Bran als Hochkönig von Britannien dargestellt.

Seine Schwester Branwen wird nach Irland gesandt, um Matholwch, den irischen König, zu heiraten. Diese Ehe wird jedoch bald zutiefst missbräuchlich, und Branwen leidet schwer unter der Hand Matholwchs. Schließlich erfährt Bran von dieser schweren Misshandlung, was ihn veranlasst, mit einem Heer nach Irland zu ziehen.

Zwischen den Briten und den Iren entbrennt eine heftige Schlacht, wobei die Iren einen magischen Kessel verwenden, um ihre Toten wiederzubeleben. Einer der Briten vernichtet den Kessel von innen und kommt dabei selbst ums Leben.

Schließlich gelingt es nur wenigen Briten, nach Britannien zurückzukehren.

Bran als Echel identifiziert

Der Hauptgrund für die Identifizierung Brans mit Echel Forddwyd-Twll ergibt sich aus dem Text von Branwen ferch Llyr. Wie Peter Bartrum erläuterte:

„Als Brankwens Sohn Gwern von Efnisien ins Feuer geworfen wurde, entstand ein Tumult, und Morddwyd Tyllion (der zuvor nicht erwähnt wurde) rief plötzlich: ‚Hunde Gwerns, hütet euch vor Morddwyd Tyllion’. Er wird nicht wieder erwähnt.”

Danach scheint Morddwyd Tyllion ein anderer Name für eine der anderen Figuren der Erzählung zu sein, und offensichtlich für eine wichtige. Dies stützt die Tatsache, dass ein Gedicht, das Taliesin zugeschrieben wird, Bran in einer Zeile in Irland erwähnt und in der nächsten Zeile Morddwyd Tyllion, der verwundet oder erschlagen wird.

Dies scheint ein Fall von Parallelismus zu sein, bei dem dieselbe Gestalt unter zwei verschiedenen Namen bezeichnet wird. Dies ist insbesondere angesichts der Tatsache wahrscheinlich, dass Bran berühmterweise während des Kampfes mit den Iren in Irland tödlich verwundet wurde. Bartrum bemerkte Folgendes:

„Proinsias Mac Cana schlug mit einiger Plausibilität vor, dass Morddwyd Tyllion ein Name oder Cognomen Brâns selbst ist (Branwen daughter of Llŷr, 1958, pp.162-5). Rachel Bromwich stimmte zu (TYP p.336). Tyllion kann als Variante von twll gelten.”

Dah gibt es sehr gute Gründe, Echel Forddwyd Twll als einen anderen Namen für Bran den Gesegneten zu deuten. Mit anderen Worten: Bran der Gesegnete scheint mit Geoffreys von Monmouth Aschillus, dem König von Dänemark, identisch zu sein.

Wann Bran lebte

Selbstverständlich ergibt diese Identifizierung nur Sinn, wenn Bran und Echel beide in dieselbe Epoche gesetzt werden.

Eine verbreitete Vorstellung ist, dass Bran der Gesegnete in der Eisenzeit lebte, der vorrömischen Epoche Britanniens. Die Grundlage dafür ist, dass sein Sohn in den Legenden Caradog heißt und oft als Caratacus gedeutet wird, der britische König, der im ersten Jahrhundert n. Chr. gegen die Römer kämpfte.

Darüber hinaus erscheint Bran im Mabinogion als Zeitgenosse von Caswallon. Diese Gestalt wird oft als legendäre Version von Cassivellaunus angesehen, dem britischen König, der im ersten Jahrhundert v. Chr. gegen Julius Caesar kämpfte.

Obwohl die Erzählung Caradog ap Bran während der Herrschaft Caswallons sterben lässt, was offensichtlich nicht zu den historischen Caratacus und Cassivellaunus passt, wird dies oft schlicht als Ergebnis der zeitlichen Vermischung in den mittelalterlichen Legenden abgetan.

In Wirklichkeit macht eine genaue Prüfung der Quellen deutlich, dass die Vier Zweige des Mabinogion zur Zeit König Artus’, im sechsten Jahrhundert n. Chr., angesiedelt sind. Einer der Männer, die nach Brans Angriff aus Irland zurückkehren, war beispielsweise Taliesin, König Artus’ Barde.

Eine der Hauptfiguren der Vier Zweige, Pryderi ap Pwyll, erscheint tatsächlich als einer von Artus’ Verbündeten in Culhwch and Olwen, ebenso wie sein Pflegevater Teyrnon. Dies sind nur einige der zahlreichen Belege dafür, dass die in den Vier Zweigen erzählte Geschichte zur Zeit König Artus’ spielt.

Wie diese Identifizierung klärt, wann Aschillus starb

Wie wir zuvor gesehen haben, gibt es einige Schwierigkeiten bei der Bestimmung, wann Aschillus wirklich starb. Während seine Identifizierung als Echel Forddwyd-Twll gesichert erscheint, soll diese Gestalt während Twrch Trwyths Verwüstung Südwales’ gestorben sein, was Geoffreys Behauptung widerspricht, Aschillus sei in der Schlacht von Camlann gefallen.

Wenn wir die Identifizierung von Echel (und damit Aschillus) mit Bran akzeptieren, neigt sich die Wahrscheinlichkeit deutlich einer Seite zu. Die Invasion Irlands in Culhwch and Olwen entspricht, wie zuvor erwähnt, wahrscheinlich Artus’ Invasion Irlands in der Historia Regum Britanniae.

Logischerweise würde dies auch Brans Invasion Irlands in Branwen ferch Llyr entsprechen, insbesondere angesichts der Anwesenheit von Taliesin, König Artus’ Barden, in jener Erzählung.

Da Bran zufolge dieser Invasion tödlich verwundet worden sein soll, fällt sein Tod etwa in denselben Zeitraum, in den Culhwch and Olwen Echels Tod verlegt. Die beiden Ereignisse liegen nur sehr kurz auseinander und sind beide mit demselben übergeordneten Ereignis verbunden.

The Two Kings, eine Statue, die Bran den Gesegneten mit dem Leichnam seines Neffen Gwern zeigt, Ivor Roberts-Jones, 1987, Harlech Castle, Wales
The Two Kings, eine Statue, die Bran den Gesegneten mit dem Leichnam seines Neffen Gwern zeigt, Ivor Roberts-Jones, 1987, Harlech Castle, Wales

Die Invasion Irlands in Culhwch and Olwen ist der Beginn der Eberjagd. Wenn Bran bei dieser Invasion starb, wie es Branwen ferch Llyr darstellt (auch wenn diese Tradition dies nicht als Eberjagd schildert), würde dies bedeuten, dass eine Überlieferungslinie sich erinnert haben könnte, dass Bran durch die Hände des Twrch Trwyth getötet wurde.

Dies passt gut zu Echels Tod in Culhwch and Olwen. Auch wenn sein Tod erst nach Artus’ und seiner Männer Rückkehr aus Irland angesiedelt wird, gehört er dennoch zur selben Jagd. Vielleicht können wir daher Bartrums Vermutung akzeptieren, dass er wegen des nahegelegenen Ortsnamens Egel mit der bestimmten Örtlichkeit Llych Ewin in Verbindung gebracht wurde.

Aschillus’ wahre Rolle in der Artustradition verstehen

Nachdem wir festgestellt haben, dass Aschillus in der walisischen Überlieferung als Echel erscheint und dass Echel Forddwyd-Twll mit ziemlicher Sicherheit mit Bran dem Gesegneten identisch ist, wollen wir sehen, wie wir die verschiedenen Informationen über diese Gestalt sinnvoll zusammenführen können.

Nach Geoffreys von Monmouth Darstellung war Aschillus der König von Dänemark. Dies muss ein Verweis auf einen Teil Schottlands sein, offenbar auf den Süden. In der walisischen Überlieferung wird Bran hingegen als Hochkönig von Britannien dargestellt.

Da den meisten anderen Überlieferungen zufolge König Artus zu dieser Zeit der Hochkönig von Britannien war, deutet dies stark darauf hin, dass die Geschichte Brans aus der Perspektive von jemandem aus einem anderen Teil von Wales geschrieben wurde.

Tatsächlich konzentrieren sich die Vier Zweige besonders auf Westwales, insbesondere auf den Nordwesten. Dies würde erklären, warum Caswallon, eine legendäre Version des historischen Cadwallon Lawhir ap Einion Yrth von Gwynedd, als Hochkönig von Britannien nach Bran dargestellt wird.

Vor diesem Hintergrund scheint es wahrscheinlich, dass Bran aus dem Königreich Gwynedd stammte, seine Herrschaft jedoch bis nach Schottland ausgedehnt hatte. Brans Vater, Llyr, könnte Llyr ap Einion Yrth gewesen sein, Cadwallons Bruder (wahrscheinlich ein älterer Bruder).

Entgegen Geoffreys Darstellung scheint Aschillus – das heißt Bran der Gesegnete – während der Invasion Irlands kurz nach der Schlacht von Badon gestorben oder tödlich verwundet worden zu sein. Seine Anwesenheit bei Artus’ Krönung (wo er nicht mehr als ein Name in einer Liste von Verbündeten ist) muss anachronistisch sein.

Der Bericht über Artus’ Europäische Eroberung ist für die Artuszeit historisch wertlos, da er offensichtlich aus Magnus Maximus’ deutlich früherer Invasion Europas stammt, wie David Dumville und andere Gelehrte schlussfolgerten.

Die einzige potenziell bedeutsame Erwähnung des Aschillus nach der besonderen Krönung ist daher die Erwähnung seines Todes in der Schlacht von Camlann. Wie wir jedoch gesehen haben, schreibt der walisische Brut Tysilio diesen Tod einer anderen Gestalt namens Choel zu. Bemerkenswerterweise gibt es eine weitere Aufzeichnung über einen Coel, der ein Zeitgenosse König Artus’ war und der dieser Choel des Brut Tysilio gewesen sein könnte.

Geoffrey Gaimar

Dieses Verständnis von Aschillus’ wahrer Rolle in den Artuslegenden macht die eigentümlichen Aussagen über ihn in Geoffrey Gaimars L’Estoire des Engleis verständlich. Wie wir zuvor sahen, stellt er aus unbekanntem Grund einen König namens Gunter als König von Dänemark dar statt Aschil.

Dieser Gunter ist es, der über Dänemark herrscht, als Artus es unterwirft, und er setzt Odulf an dessen Stelle ein. Aschillus ist unterdessen der Bruder dieser Charaktere und tritt weder als König von Dänemark in Erscheinung noch spielt er eine Rolle in der Geschichte.

Wenn Aschillus in Wirklichkeit Echel Forddwyd-Twll und Bran der Gesegnete war, dann ist die Erklärung dafür ganz einfach: Aschillus war bereits tot, als Artus „Dänemark“ – jene Region Südschottlands – unterwarf.

Wer aber war dann Gunter? Er wäre vermutlich der Nachfolger des Aschillus gewesen. Bemerkenswerterweise ist überliefert, dass Echel Forddwyd-Twll einen Sohn namens Gorbwy hatte. Wie zuvor erörtert, wird dieser als einer der drei Häuptlinge des Hofes von Artus aufgeführt. Sein Name erscheint in verschiedenen Formen als „Goronwy“, „Goronw“, „Gronw“ und weitere Varianten.

Mit anderen Worten: Geoffrey Gaimar könnte eine zwar sehr verworrene, aber dennoch historisch wertvolle Überlieferung bewahrt haben, die zeigt, dass Aschillus zum Zeitpunkt von Artus’ Unterwerfung jenes Gebiets bereits nicht mehr im Bild war.

Assychlym

Die Vorstellung, dass Aschillus in Wirklichkeit kurz vor Artus’ Invasion von „Norwegen“ und „Dänemark“ starb, passt sehr gut zu einem weiteren Detail. Der König, dessen Tod in Geoffreys von Monmouth Bericht den Nachfolgestreit auslöste, ist ein gewisser Sichelin. Eine solche Gestalt aus der walisischen Überlieferung ist nicht bekannt.

Bemerkenswerterweise wird der Name dieser Gestalt im Brut Tysilio Assychlym geschrieben. Das ist nicht weit von Geoffreys „Aschillus“ entfernt.

Da Sichelin zufolge der Darstellung gerade erst gestorben war, fällt sein Tod etwa in die Zeit von Artus’ Invasion Irlands. Er wird als Herrscher eines im Wesentlichen gleichen Gebiets dargestellt, wie es Aschillus zugewiesen wird, und sein Name ist ähnlich.

Daher könnte es gut sein, dass es sich hierbei tatsächlich um einen Verweis auf den Tod des Aschillus handelt und dass Geoffrey die Gestalt versehentlich verdoppelte, indem er Aschillus, den König von Dänemark, als eigenständige Figur behandelte.

Fazit

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Aschillus, der König von Dänemark, eine sehr rätselhafte Gestalt in den Artuslegenden ist. Im traditionellen Verständnis seiner Rolle unterwarf er sich Artus’ Herrschaft, als dieser zugunsten seines Schwagers Lot jene Region angriff. Später nahm Aschillus an Artus’ besonderer Krönung teil, kämpfte im Römerkrieg und fiel dann in der Schlacht von Camlann.

Wenn wir die Belege aus allen verfügbaren Quellen jedoch genauer betrachten, sehen wir, dass Aschillus mit ziemlicher Sicherheit mit einer Gestalt namens Echel Forddwyd-Twll identifiziert werden kann. Diese wiederum lässt sich sehr wahrscheinlich als Bran der Gesegnete identifizieren. Anstatt in der Schlacht von Camlann zu fallen, scheint er etwa zur Zeit von Artus’ Invasion Irlands gestorben zu sein, was ihn als Sichelin oder Asschylm ausweist, den König, dessen Tod einen Nachfolgestreit im Norden auslöste. Die Gestalt, die in der Schlacht von Camlann fiel, war hingegen wahrscheinlich eine nicht verwandte Person namens Coel.

Quellen

Bartrum, Peter, A Welsh Classical Dictionary, 1993

Bromwich, Rachel, Trioedd Ynys Prydein: The Triads of the Island of Britain, 2014

Mason, Eugene, Wace: The “Arthurian” Portion of the Roman de Brut, 1999

Howells, Caleb, King Arthur: The Man Who Conquered Europe, 2019

Bromwich, Rachel & Simon Evans, D, Culhwch ac Olwen, 2012

https://nightbringer.se/the-legend-of-king-arthur/arthurian-characters/a-persons-in-the-arthurian-legends/aschil/

https://nightbringer.se/the-legend-of-king-arthur/arthurian-characters/o-arthurian-characters/odulf/

https://nightbringer.se/nightbringer/a_denmark.html

https://nightbringer.se/the-legend-of-king-arthur/arthurian-characters/r-arthurian-characters/riculf/

Von Caleb Howells

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