Myrmidonen

Classical

Die Myrmidonen (Μυρμιδών) waren ursprünglich Arbeitsameisen. Auf der Insel Ägina sandte Hera eine Pest, die die Einwohner der Insel auslöschte. Aiakos, der König von Ägina, war der Sohn von Zeus und Ägina; daher war er ein Ziel ihrer Feindschaft.

Aiakos und seine Mutter waren die einzigen Überlebenden auf der Insel. Aiakos sah Ameisen, die von der Seuche unbeeinträchtigt waren. Aiakos betete zu seinem Vater, dass er und seine Mutter auf der Insel überleben könnten und er die Insel mit Menschen neu besiedeln müsse. Aiakos bat darum, dass die Menschen so widerstandsfähig wie Arbeitsameisen seien.

Zeus erhörte das Gebet seines Sohnes, indem er die Ameisen in Menschen verwandelte. Diese Ameisen wurden als Myrmidonen bekannt. Die Myrmidonen waren auch wilde Krieger und treue Untertanen. Siehe auch Ägina und Aiakos im Zorn des Himmels.

Als Aiakos seine zwei Söhne, Peleus und Telamon, wegen des Mordes an ihrem Halbbruder Phokis verbannte, ging Peleus nach Phthia. Eine Gruppe von Myrmidonen folgte Peleus nach Thessalien.

Als die Griechen im Trojanischen Krieg kämpften, brachte Peleus’ Sohn Achilles die Myrmidonen nach Troja. Diese Myrmidonenkrieger trugen schwarze Rüstungen und Schilde. Neoptolemos, der Enkel von Peleus, brachte die Myrmidonen nach dem Krieg nach Hause zurück.

Eine andere Überlieferung besagt, dass die Myrmidonen keinen so bemerkenswerten Ursprung hatten, sondern Nachkommen von Myrmidon, einem thessalischen Adligen, waren. Myrmidon heiratete Peisidike, die Tochter von Aiolos, dem König von Thessalien. Myrmidon war der Vater von Aktor und Antiphos. Als König von Phthia lud Aktor oder sein Sohn Peleus ein, in Thessalien zu bleiben.

Der Begriff Myrmidon kam später laut dem Oxford-Wörterbuch die Bedeutung “gedungener Scherge”.

Verwandte Informationen

Name

Myrmex – "Ameise".
Myrmidonen, Μυρμιδών.

Erstellt:1. Juni 2000

Geändert:3. Oktober 2024